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RENNRADFAHREN

Fluch oder Segen?

Die Probleme mit den Rennrädern haben schon angefangen, bevor wir sie überhaupt hatten. Und selbst als wie sie endlich hatten, hörten sie immer noch nicht auf...

 

Aber haben wir den Kauf sogar bereut?

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Rennradfahren - Fluch oder Segen?

Im Mai diesen Jahres haben mein Freund und ich uns Rennräder gekauft. Für mich war bereits klar, dass mir dieser Sport gefallen wird, ich konnte ja schon im Vorjahr ein paar Kilometer sammeln. Mein Freund kaufte es sich eher auf gut Glück, also die Katze im Sack.

Mein Kauf lief komplett problemlos ab. Da ich kleiner bin als der Durchschnitt und auffällige Farben bevorzuge, fand ich recht schnell das passende Rad. Gleich im ersten Shop hatten sie mein Wunschrad. 

Dort wurde ich vermessen, um das Rad perfekt an mich anzupassen und auch bestellt. 

Für meinen Freund gestaltete sich der Kauf schwieriger als gedacht. Gerade in der Quarantäne-Zeit haben sich viele ein neues Rad gegönnt und die Hersteller kamen mit der Produktion kaum nach. Also klapperten wir in Summe 5 Radshops ab. (Einer davon versprach uns das Blaue vom Himmel und meldete sich aber nie mehr?!) Irgendwann wurden wir dann 2 Bezirke weiter fündig. Dort entnahm der Shop die Maße meines Freundes (zum 2. Mal in einer komplett anderen Art). Endlich war ein Ende in Sicht - dachten wir. 

Zwischenzeitlich konnte ich meines abholen. 

Während ich also schon Wochen mit meinem neuen Bike rumdüste, wartete mein Freund immer noch. Woche für Woche musste er verdröstet werden. Doch dann, nach 4 Wochen hartes Warten, kam es an.

Gleich bei der ersten Runde stellte sich das erste Problem heraus: gemeinsam Trainieren wird eher schwer! Mein Freund trainiert im Grundlagenbereich bei einer Geschwindigkeit von 37km/h. Und ich? Ich verrecke, selbst im Windschatten.

Aber natürlich hatten wir auch schöne Momente. Die erste Runde war gleich eine 100km Tour. Für uns beide eine ganz neue Distanz.

Bald zeigte sich das nächste Problem: der Seitenwind. Teilweise wurde er so stark, dass ich wirklich Angst hatte, runterzufallen. Sehr unangenehm.

Und nicht lange darauf wurden wir vom größten Problem überrascht: Carbon. Carbon ist leicht und schön. Toll. Und hyperempfindlich. Blöderweise fiel eine Tür in einem ungünstigen Winkel auf mein Rad, sodass Lack absplitterte. Lange wusste ich nicht, ob das Carbon ebenso beschädigt war. Nach Expertenbefragung und Klopftest sollte es aber den Stoß unbeschadet überstanden haben. 

ALSO: versiegeln. Mit Lack. Bestenfalls in der gleichen Farbe, wie das Rad selbst. 

Währenddessen kämpfte mein Freund erneut mit einem anderen Problem: die Schaltung war nach dem Erstservice verstellt. Und als ich endlich den richten Lack auf mein Rad hatte, scheinte es nach einem Loch im Schlauch...

>> Fazit: Ein (Renn-)Rad macht unglaublich viel Spaß, aber zugleich auch viel Arbeit. Wer ein Rad möchte, sollte sich unbedingt intensiv mit der Materie auseinandersetzen. Für die eigene Sicherheit und das beste Fahrerlebnis sind regelmäßige Checks unabdingbar!! Bspw überprüfe ich vor jeder Fahrt den Reifendruck. Wenn du noch mehr über wichtige Routinechecks wissen willst, bleibe dran! Anfang September kommt ein SAFETY-Radcheck-Blog.

Trotz alle den kleinen Hürden und Startschwierigkeiten ist Rennradfahren mittlerweile tatsächlich fixer Bestandteil unserer Wochentrainings geworden. Gerade für mich ist es optimal als leichtes Grundlagentraining. Wir können beide das ‚Fetzen‘ empfehlen. Besonders beim Erkunden von Gegenden ist das Rennrad dein bester Freund. Und spätestens wenn das Basic-KnowHow einmal gelernt ist, sind auch kleine Hürden kein Problem mehr.

 

Nachtragend: Übrigens habe ich mir hinten die Kassette austauschen lassen. Ich habe hinten größere Zahnräder, damit das Bergauffahren einfacher ist. Netterweise hat mir mein Shop die Kassette kostenlos ausgetauscht. Bei Fragen einfach mir schreiben. :)

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