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Wie man einen Teilzeitjob, Vollzeitstudium und 10 Stunden Sport pro Woche managed?

Was im Sommer eine absolute Leichtigkeit darstellt, wird mit dem Herbstbeginn immer eine relativ nervige Herausforderung: die Tage werden kürzer und dann geht auch schon wieder die Uni los...

Lesedauer: ca. 5 Minuten

How to manage...

1. der Terminplan

Darunter fällt nicht, dass man sich am Sonntag Abend überlegen sollte, was man am Mittwoch um 17:13 Uhr macht, sondern in erster Linie nichts Wichtiges zu vergessen. Gerade wenn die Arbeit an sich nur als Nebenjob mitläuft und die Priorität auf dem Studium liegt, sollte man sich am Anfang des Semesters alle wichtigen Seminare, Vorlesungen, Prüfungen, Abgaben etc. heraussuchen und in einem Kalender (am besten im Handy) abspeichern. Danach kannst du dir jetzt deine Arbeit legen und so die Freizeit für Sport, Freunde und Familie schnell erkennen.

2. Teamsport zur Aufrechterhaltung der Routine

Suche dir eine Gruppe oder eine Person, mit der du dich regelmäßig mind. 1x pro Woche zum Sport triffst. Lege den Termin so, dass du so gut wie keine Überschneidungen mit der Arbeit oder Uni hast. Am besten eignen sich dafür kleine Sportvereine. Meine Universität bietet  für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wöchentlich eine Sporteinheit an. Der fixe Termin ist deshalb in meinen Augen so wichtig, da es gerade im Studium mal schnell zu einer kompletten Umstrukturierung (geplant oder ungeplant) kommen kann. Das beeinflusst auch oft den täglichen Flow.

3. Du musst nicht, du darfst

Mir persönlich sind die 10 Stunden Sport pro Woche sehr wichtig. Jedoch verzeihe ich es mir, wenn ich einfach zu müde bin oder sonst alles viel zu viel ist. Im Gegenzug freue ich mich auch, wenn das Wochenende mehr Genuss hergibt als gedacht/geplant.

4. "Ausredenfest" sein

Gerne ertappe ich mich selbst dabei: „Oh heute ist’s ja so schiach, da können ma ned laufen gehen…“ Bullshit was detected. Abhilfe schafft eine Regenjacke (kann die Glockner Ultra Shakedry von Dynafit empfehlen) und eine andere motivierte Person, die bestenfalls das Wetter so hinnimmt wie es ist, ohne sich zu beschweren. Lege dir auch schon deine Kleidung am Morgen bereit, dass du direkt nach der Arbeit gleich starten kannst.

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5. alles rundherum

Mein letzter Tipp ist wahrscheinlich der, der am schwierigsten umzusetzen ist, aber gleichzeitig auch der effektivste. Bestenfalls findet man eine Sportaktivität, die man im nahen Umkreis von der Arbeit machen kann. Bis man zu Hause ist, vergeht enorm viel Zeit, es wird dunkler und kälter. Oder suche dir in der Umgebung kleine Strecken aus, die du schnell mal nach der Arbeit laufen kannst. Natürlich kannst du auch mit dem Rad zur Arbeit düsen. Viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bieten mittlerweile Waschräume/ Duschen an, um sich frisch zu machen. 

In diesem Punkt habe ich besonders großes Glück: ich wohne quasi neben der Uni und kann von unserer Wohnung aus sofort eine Runde Laufen gehen, Radfahren oder sogar Wandern.

eine Musterwoche aus meinem Leben...

Montag:

Heute mache ich einen Ruhetag. Ich gehe vormittags (je nach Agenda zwischen 7.00 bis 13.00 Uhr) zur Arbeit, koche mittags eine Kleinigkeit und bringe den Haushalt auf Vordermann. Anschließend gönne ich mir von 14.00 bis 15.00 Uhr einen Mittagsschlaf. Ab ca. 16.00 Uhr starte ich mit Unikram. Je nach „Phase“ bin ich zwischen 2 bis 4 Stunden beschäftigt. Wenn es geht lerne ich auf dem Balkon oder in der Uni. Alle Stunden mache ich eine zehnminütige Pause, die ich gerne nutze um eine Banane oder einen Apfel zu essen. 

Bilanz: 0 Stunden Sport

 

Dienstag:

Wie immer arbeite ich vormittags zwischen 4 und 6 Stunden. Wenn es das Wetter erlaubt, fahre ich mit einer Freundin in die Berge. In den Bergen vergeht die Zeit immer am schnellsten. Hier sammel ich zwischen 2 und 3 Stunden Grundlagentraining. Am Abend kochen wir gemeinsam und anschließend wird noch für die Uni gelernt, Seminararbeiten fertiggestellt oder Präsentationen geübt.

Bilanz: 2-3 Stunden Sport

 

Mittwoch:

In den vergangenen Semestern haben wir meistens Mittwoch und Donnerstag als Präsenztage in der Uni verbracht. Da der Unitag erst um 9.00 Uhr startet, habe ich meistens schon die frühen Stunden genutzt um zu Arbeiten. So muss ich in keiner Woche Minusstunden verzeichnen. Wenn es noch nötig ist, arbeite ich kurz nach der Uni, bis es um 17.00 Uhr zum wöchentlichen Training mit Jürgen geht. Nach dem Training mache ich meistens nicht mehr viel - kochen, duschen und schlafen (bzw. Netflix :-P).

Bilanz: 3-4 Stunden Sport

 

Donnerstag:

Wie Mittwochs geht es zuerst in die Arbeit, dann in die Uni. Je nach dem, wie das Wetter am  Wochenende vorhergesagt wird, nutze ich den Abend noch für eine Laufrunde. Wenn viel zu tun ist, lerne ich oft noch bis in die Nacht. Lieber ist es mir aber, den Donnerstag als Ruhetag zu genießen und Zeit für die Uni zu haben.

Bilanz: 3-5 Stunden Sport

 

Freitag:

Wie immer gehe ich vormittags 4 bis 6 Stunden zur Arbeit. Danach freue ich mich jedes Mal wie ein kleines Kind in die Berge zu kommen. Gerne verbringe ich den ganzen Nachmittag, bis es dunkel wird draußen (also im Winter bis ca. 16.00 Uhr und im Sommer bis 20:00 Uhr). 

Bilanz: 5 - 7 Stunden Sport

 

Samstag und Sonntag:

Das Wochenende ist meistens schon am Dienstag durchgeplant. Einen Tag davon nutzen wir normalerweise für unsere Familie. Dadurch, dass unsere Familien beide in schönen Wandergegenden wohnen, können wir diesen Vorteil gleich nutzen. Der Sonntagabend geht mittlerweile eigentlich immer für Unikram drauf und das obwohl ich die Wochenenden davon freihalten wollte. Aber im Endeffekt konnte ich so auch unter der Woche viele Stunden Kraft tanken und aufbauen.

Bilanz: > 9 Stunden Sport

 

Je nach Jahreszeit und Wetter variiert dieser Ablauf natürlich. Wir sind für schlechte Bedingungen für draußen und drinnen ausgestattet, sodass es eigentlich keine großen Ausreden gibt ;-). Im Sommer ist es immer einfacher Sport/ viel Sport zu betreiben. Allein beim Radfahren sammelt man auch unter der Wochen an einem Tag schnell 2-3 Stunden.

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